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1.     Die südsteirischen Böden

Die Böden der Südsteiermark sind sehr unterschiedlich, vielschichtig und von Sand und Schiefer, Mergel und Kalkstein dominiert. Die meisten südsteirischen Weingärten liegen auf grobkörnigen Schottern. Sie wurden von Flüssen abgelagert und sind da und dort zu Konglomeraten verfestigt wie etwa Mergel, tonige Schlue und Sande zum „Steirischen Schlier“ im Oststeirischen Becken.

Konglomerate, Schotter, Sande und Mergel bilden die „Weissenegg-Formation“. Sie gehört zu den im Meer der Paratethys[1] abgelagerten Sedimenten des Steirischen Beckens und ist zwischen rund achtzehn und fünfzehn Millionen Jahre alt sind. Sie ist in ihrer Korngröße und Kalkgehalt sehr wechselhaft, oft sind es reine Kalksteine. Die Weissenegg-Fomation tritt lokal zwischen Wildon und Graßnitzberg auf, wo die Weingärten der Brüder Polz liegen.


 



[1] Die Paratethys ist in der Erdgeschichte ein Randmeer Eurasiens, das sich zwischen den auffaltenden alpidischen Gebirgen und dem eurasischen Festland überwiegend auf kontinentaler Kruste bildete. Sie erstreckte sich im Paläogen und Neogen vom Rhone-Gebiet bis zur Region des heutigen Aralsees. Quelle: Wikipedia, Zugriff im September 2020.