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Christian & Thomas Polz

 

Die Brüder Christian & Thomas Polz

Eigentlich war alles ganz anders geplant. Die Brüder waren in Ausbildung, wollten die Welt kennenlernen und reisen. Der frühe Tod des Vaters brachte sie unverhofft zurück nach Hause aufs Weingut. Dass sie dieses gemeinsam führen wollten, bedurfte keinerlei Nachdenkphase – auch wenn ihnen jegliche praktische Erfahrung mit dem Weinmachen fehlte. Learning by doing war angesagt. Heute stimmt die Richtung, auch wenn sie nach wie vor auf dem Weg seien, meinen die Brüder.

Entscheidungen treffen sie gemeinsam, die Aufgabenbereiche haben sie in der Zwischenzeit klar strukturiert und zugeteilt.

 

Primus-Christian Polz | Kellermeister

Christian Polz wurde 1979 geboren und absolvierte die Weinbauschule in Klosterneuburg. Nach seiner Matura zog es ihn nach Südafrika zu einem Praktikum bei Rust en Vrede Winery. Zurück am Weingut übernahm er 19-jährig die Aufgabe des Kellermeisters und musste sehr rasch diese Rolle ausfüllen, um den wirtschaftlichen Erfolg des Betriebes zu gewährleisten. Unterstützung kam vor allen Dingen von der Familie.

Er legt im Keller besonders großen Wert darauf, die Böden im Wein zum Leben zu erwecken. Dafür bedarf es möglichst geringer Eingriffe und mehr sorgsamer Begleitung als das gezielte Gestalten in eine gewünschte (Geschmacks-)Richtung. Reifezeit ist eine weiterer wichtiger Faktor im Keller. Auch frisch und jung zu trinkende Weine sollen erst zur Ruhe kommen, bevor sie in den Verkauf kommen. Riedenweine wurden schon vor der Einführung der steirischen Qualitätspyramide erst im Herbst des auf die Ernte folgenden Jahres auf den Markt gebracht.

„Ich möchte feingliedrige Weine mit Charakter und Langlebigkeit produzieren. Sie sollen ihre Herkunft und unsere besonderen südsteirischen Kalkböden transportieren.“

Christian Polz

 

Primus-Thomas Polz | Weinbaumeister

Thomas Polz musste 1998 direkt nach Abschluss der Handelsakademie in Graz in den Betrieb einsteigen. Der Weinbau war ursprünglich nicht sein Ziel gewesen, aber das Leben nimmt nicht immer Rücksicht auf individuelle Wünsche. Nach mehreren Jahren autodidaktischer Arbeit entschied er sich für die Aufbildung zum Weinbaumeister in der Weinbauschule Silberberg, Steiermark, die er im Jahr 2003 abschloss. Ausgestattet mit fundiertem Wissen und inzwischen viel praktischer Erfahrung konnte er sich endlich dem Wein so widmen, wie er sich das wünschte. Neben dem Weinbau ist Thomas Polz hauptverantwortlich für den Verkauf.

Im Weingarten legt er großen Wert auf pfleglichen und naturnahen Umgang mit den Rebstöcken. Ganzjährige Begrünung zwischen den Rebzeilen, Vermeidung von Herbiziden und Pestiziden und händische Bearbeitung übers Jahr sind deshalb in den letzten Jahren Usus geworden. Auch auf hohe Biodiversität achtet Thomas Polz, weshalb Bienenstöcke und Insektenhotels in den Weingärten stehen und an den Weingartenrändern Obst- und Nussbäume gepflanzt werden.

Für physiologisch reife Trauben wird in mehreren Lesedurchgängen geerntet und akribisch selektioniert.

„Dann, wenn Rebsorte, Boden und Handschrift erkennbar sind, dann ist der Wein authentisch. Mein Ziel ist diese Authentizität, diese Wiedererkennbarkeit. Dieses ‚typisch Primus!‘.“

Thomas Polz